SSV PCK 90 Schwedt Schwimmen

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Jugendwasserballturnier in Buxtehude

12./13. Mai 2012

Von Tim Hermerschmidt


Aller Anfang ist schwer – dieser Spruch hat auch auf sportlicher Ebene zumeist seine Gültigkeit bewahrt. Doch davon unbeeindruckt nahmen am Wochenende des 12. und 13. Mai 2012 sieben junge Nachwuchstalente der SSV PCK 90 Schwedt an ihrem ersten Jugendwasserballturnier überhaupt teil. Die für Freibadverhältnisse schon fast frostigen 11°C hielten die fast 200 teilnehmenden aktiven Sportler nicht davon ab, sich im Buxtehuder Marienbad hitzige Gefechte um die oberen Plätze des 2. Internationalen Wasserballturniers zu liefern. Auch das Aprilwetter und vereinzelte Regenergüsse konnten die Stimmung kaum dämpfen.

Auf zwei Spielfeldern fanden insgesamt 41 Spiele in zwei Kategorien, nämlich U13 und U17, statt. Da die Schwedter U17-Mannschaft erst seit kaum mehr als 6 Monaten trainiert und zudem starke alterstechnische Nachteile hatte (6 der 7 Aktiven könnten noch im Bereich U14 spielen), war von vornherein klar, dass die anderen Mannschaften ein hartes Stück Arbeit werden würden. Dementsprechend gestalteten sich auch die Ergebnisse. Obwohl die Schwedter sehr motiviert waren, sich nicht sofort den Schneid abkaufen zu lassen, zogen sie in den direkten Duellen klar den Kürzeren und konnten schlussendlich trotz einer insgesamt guten Leistung leider keinen Sieg verbuchen – Rang 9.

Besonders die Einzelleistungen waren für die beiden Jugendtrainer Philip Gayk und Tim Hermerschmidt jedoch zufrieden stellend. Zu loben sind besonders Arne Jandt, der als Torwart sein Bestes gab, Nico Steinke, der sich in jedem Zweikampf durch seinen Kampfgeist auszeichnete, Justus Eichhorn, der den Job des Centerverteidigers mit viel Einsatz und Anstrengung bewältigte, und Niclas Gayk, dem sein erster offizieller Treffer glückte.

Auch der Spaß kam nicht zu kurz: Am Abend wurde der Grill angefacht und das Turnier in geselliger Runde ausgewertet. Als Belohnung für den Einsatz der Jugendlichen unternahm die Mannschaft zudem am Sonntag noch einen Ausflug zum Hamburger Hafenfest.

Aus den anfänglichen Niederlagen können Spieler und Trainer nun ihre Schlüsse für kommende Herausforderungen ziehen. Eines jedenfalls haben die Schwedter Wasserballer schon immer bewiesen: Sie sind alle Kämpfernaturen, die nicht so leicht die Flinte ins Korn werfen!

Ein besonderer Dank geht auch an die beiden Betreuer René Nöldner und Enrico Pinter, ohne die die Teilnahme der jungen Schwedter in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.

Für Schwedt dabei (v. l.): Enrico Pinter, René Nöldner, Xaver Kahl, Arne Jandt, Benedikt Fischer, Jonas Pursch, Niclas Gayk, Justus Eichhorn, Nico Steinke, Niclas Gayk, Tim Hermerschmidt, Philip Gayk



Landespokal in Brandenburg/Havel

17. September 2011

Von Steffen Opitz

Am 17. September fand der diesjährige Wasserball-Landespokal in Brandenburg an der Havel statt. Für die Schwedter Wasserballer ist dieses Datum ein ganz besonderes, weil genau an diesem Tag vor 3 Jahren ihr beliebter Mannschaftskamerad und Trainersohn Florian Opitz ums Leben kam. Gerade deshalb sind alle besonders motiviert nach Brandenburg gereist um für IHREN FLO die Schwedter Flagge hochzuhalten. Aus wasserballerischer Sich hatte Schwedt von vornherein keine Chance im Pokalergebnis etwas zu richten, weil Potsdam und Brandenburg aus ganz anderen Kaderquellen ihr Team speisen (die jeweils ersten Mannschaften spielen in der Bundes - bzw. 2. Bundesliga) Aber Schwedt hatte sich getraut zum Pokal zu melden, was Fürstenwalde, Finsterwalde und Spremberg nicht drauf hatten. Um von den beiden Goliaths des brandenburgischen Wasserballs nicht „zerfleischt“ zu werden, wurde als erstes Match gleich das eigentliche Finale gespielt - Brandenburg gegen Potsdam. Das war ein hochklassiges Spiel mit einem Wechselbad der Gefühle auf beiden Seiten. Brandenburg erwischte einen Superstart und konterte Potsdam mit 4:0 im ersten Viertel aus. Dann wachten die amtierenden Landesmeister auf und kamen zum Anschlusstreffer und nach dem Eichhörnchenprinzip „knabberten“ sie sich  bis zum letzten Viertel auf ein 6:6 heran. Brandenburg hatte noch 2-3 sichere Gelegenheiten um den Pokalgewinn perfekt zu machen, scheiterte aber an sich selbst durch unpräzise Abschlüsse. Und 20 Sekunden vor Schluss schaffte Potsdam den 7:6 Siegtreffer. Das war gut für Schwedt, denn ansonsten hätte das Torverhältnis für die Endabrechnung gezählt und die Schwedter wären in ihren beiden Matches unter Dauerbeschuss geraten.

So konnten beide Teams gegen Schwedt eben einfach nur Wasserball spielen und Schwedt zeigte an diesem Tag gute Gegenwehr. Tagesziel war für beide Matche u20 und nicht zu null. Das war nicht einfach zu realisieren, denn die Potsdamer und auch Brandenburger nutzten gnadenlos jede Abspielungenauigkeit zum Abfangen aus und konterten geschickt. Jedoch hat der Schwedter Keeper diese langen Konterpässe schnell durchschaut und sah im mutigen dazwischen gehen in die langen Zuspiele die einzige Chance einen sicheren Torerfolg der Gegner zu unterbinden und im Gegenzug selbst zu kontern. Die sich so erspielten guten Möglichkeiten waren dann der Ausgangspunkt für 2 Treffer gegen Potsdam durch Renè Nöldner und Philip Gayk sowie von Fabian Opitz, Enrico Pinter und noch einmal Renè Nöldner mit 3 Treffern gegen Brandenburg. Kein Schwedter Spieler gab an diesem Tag Anlass zu ernsthafter Kritik, jeder wollte für dieses besondere Turnier sein Bestes geben und die Ziele wurden erreicht 19:2 und 17:3 waren die Endergebnisse – UND Schwedt ist DRITTER geworden!

Die Unzulänglichkeiten im eigenen Passspiel wurden ausgewertet und der eigene Spielverlauf gibt Mut zu besseren Zeiten in der nächsten Landesmeisterschaftsrunde ab Januar. Am 20. November spielen in Schwedt mit Heimvorteil die Masters ihren Pokal aus. Der Spieltag klang mit einem Gedenktreffen an Floris Unfallstelle und einem gemütlichen Lagerfeuerabend beim Trainer zu Hause mit der ganzen Mannschaft und Familie aus.

Schwedt spielte mit: St. Opitz, Philip Gayk (1), Fabian Opitz (1), Sebastian Radicke, René Nöldner (2), Enrico Pinter (1), Anne Kliche, Nico Sonnenberg, Robby Boese













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